{"id":767,"date":"2025-09-20T22:50:52","date_gmt":"2025-09-20T19:50:52","guid":{"rendered":"https:\/\/che.camegone.com\/?post_type=shops&#038;p=767"},"modified":"2025-10-08T23:34:38","modified_gmt":"2025-10-08T20:34:38","slug":"musik-hug","status":"publish","type":"shops","link":"https:\/\/che.camegone.com\/en\/shops\/musik-hug\/","title":{"rendered":"Musik Hug"},"content":{"rendered":"<p>Adresse: Grossm\u00fcnsterplatz 9 8001 Z\u00fcrich<\/p>\n<p>Telefon: +41 44 269 41 41<\/p>\n<p>\u00d6ffnungszeiten:<\/p>\n<p>Montagges&nbsp; &nbsp;chlossen<\/p>\n<p>Mittwoch&nbsp; &nbsp;10.00 &#8211; 18.30 Uhr<\/p>\n<p>Freitag&nbsp; &nbsp;10.00 &#8211; 18.30 Uhr<\/p>\n<p>Dienstag&nbsp; &nbsp;10.00 &#8211; 18.30 Uhr<\/p>\n<p>Donnerstag&nbsp; &nbsp;10.00 &#8211; 18.30 Uhr<\/p>\n<p>Samstag&nbsp; &nbsp;10.00 &#8211; 17.00 Uhr<\/p>\n<h1>Musik Hug&nbsp; Geschichte<\/h1>\n<div class=\"row clearfix mh-text-1\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"text-p\">\n<p class=\"size-46\"><strong>Unsere Geschichte \u2013 1807 bis heute<\/strong><\/p>\n<p class=\"size-24 \">Musik Hug hat eine reiche Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte. Wir haben als Musikunternehmen \u00fcber 200 Jahre Erfahrung im Umgang mit Musikinstrumenten und im Handel mit Musiknoten. Gerne verraten wir hier mehr \u00fcber uns und blicken auf die spannenden Etappen der Unternehmensgeschichte.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix\">\n<div class=\"column full\" data-noedit=\"\">\n<div class=\"spacer height-60\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix mh-text-1\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"text-p\">\n<p class=\"size-46 \"><strong>Der Ursprung im Musizieren<\/strong><\/p>\n<p class=\"size-24 \">Stellen wir uns ein famili\u00e4r-freundschaftliches Musizieren vor, in einem B\u00fcrgerhaus kurz nach 1800, in Thalwil oder Z\u00fcrich. Man singt, spielt auf der Harfe oder dem Hammerklavier, plaudert dazwischen, tauscht Ideen aus. Die Zeit ist im Umbruch, in diesem von Napoleon dominierten Europa, aber auch in der Schweiz. Neue Weltbilder entstehen, selbst im Kleinen, etwa in der P\u00e4dagogik: Johann Heinrich Pestalozzi sucht alternative Wege der Menschenbildung. Und in der Musik bricht nach Mozarts Tod und mit forschen Talenten wie Ludwig van Beethoven eine neue Epoche an, es gibt vieles zu entdecken.&nbsp;<\/p>\n<p class=\"size-24 \">In unserer Musikgruppe sitzen zum Beispiel ein Pfarrer und seine Frau. Pfarrer Jakob Christoph Hug, geboren 1776 in Z\u00fcrich, wirkt seit 1798 in Thalwil; seine Frau Barbara Schulthess ist die Nichte von Pestalozzis Gattin. Und mit ihnen ist ein junger Feuerkopf, der wunderbar Harfe spielt und die Damen entz\u00fcckt: Hans Georg N\u00e4geli, geboren 1773. Er stammt aus Wetzikon und kommt 1790 mit wenig Geld nach Z\u00fcrich, er begeistert sich sogleich f\u00fcr die Musik und er\u00f6ffnet bereits 1791 an der Augustinergasse \u2013 mit dem Zustupf von G\u00f6nnern \u2013 eine Musikalien-Handlung und Leihbibliothek, die erste ihrer Art in der Schweiz.&nbsp;<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Aber mehr noch: Der Erfolg seines Liedes \u00abFreut euch des Lebens\u00bb (er hat es nicht wirklich selber komponiert, sondern aus anderen St\u00fccken zusammengestellt) befl\u00fcgelt ihn: Er gr\u00fcndet 1794 einen Verlag \u2013 und hat auch schon hochfliegende Pl\u00e4ne, was er dort publizieren m\u00f6chte. Erst einmal freilich binden ihm die Koalitionskriege die H\u00e4nde, infolge derer es 1799 auch in der N\u00e4he von Z\u00fcrich zu K\u00e4mpfen zwischen franz\u00f6sischen und russisch-\u00f6sterreichischen Truppen kommt.&nbsp;<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Nach 1800 aber macht er sich mit vollem Elan ans Werk. So kann er bald in seinem R\u00e9pertoire des Clavecinistes neue Sonaten von Muzio Clementi und Ludwig van Beethoven anbieten. Sein Catalogus neuer Musikalien ist ein Spiegel der zeitgen\u00f6ssischen Musik. In seiner zweiten Editionsreihe aber \u2013 dem Musikalischen Kunstwerk der strengen Schreibart \u2013 verwirklicht er einen Traum: er publiziert 1801 erstmals \u2013 gleichzeitig mit Verlagen in Paris, Bonn und Leipzig \u2013 Johann Sebastian Bachs Wohltemperiertes Klavier. Dieser Pionierleistung l\u00e4sst er bald Bachs Goldberg-Variationen, Die Kunst der Fuge, die sechs Violinsonaten und die sechs Orgeltrios folgen. Auf Bach, diesen \u00abmusikalischen Riesen\u00bb, wie N\u00e4geli schreibt, will er seinen Verlag gr\u00fcnden, auf einen Meister also, der unter Komponisten wohlbekannt, beim breiten Publikum aber noch ungeliebt ist und den es wiederzuentdecken gilt.&nbsp;<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Solch grosse Leistungen, denen N\u00e4geli sp\u00e4ter andere folgen lassen wird, bringen ihm zwar internationales Renommee ein, sind aber im Gegensatz zum Musikaliengesch\u00e4ft nicht besonders lukrativ. Kommt hinzu, dass N\u00e4geli auch noch auf anderen Gebieten rege t\u00e4tig ist. So gr\u00fcndet er 1805 das Z\u00fcrcherische Singinstitut, das erste in der Stadt. Er engagiert sich f\u00fcr das Singen und gibt 1810 zusammen mit Michael Traugott Pfeiffer eine Gesangsbildungslehre nach Pestalozzischen Grunds\u00e4tzen p\u00e4dagogisch begr\u00fcndet heraus, die sogleich Erfolg hat und mehrere Auflagen erlebt. Es sind beides Taten, die dem Chorwesen in der Schweiz \u2013 und dar\u00fcber hinaus \u2013 enormen Antrieb verleihen werden und f\u00fcr die N\u00e4geli zu Recht den Ehrentitel \u00abS\u00e4ngervater\u00bb erh\u00e4lt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix\">\n<div class=\"column full\" data-noedit=\"\">\n<div class=\"spacer height-60\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix mh-bild-trio\">\n<div class=\"image-duo-wrapper column full\">\n<div class=\"image-duo \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-770\" src=\"http:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-klein-1_1.jpg\" alt=\"\" width=\"630\" height=\"503\" srcset=\"https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-klein-1_1.jpg 630w, https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-klein-1_1-300x240.jpg 300w, https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-klein-1_1-15x12.jpg 15w\" sizes=\"auto, (max-width: 630px) 100vw, 630px\" \/><\/div>\n<div class=\"image-duo\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-771\" src=\"http:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-klein-2.jpg\" alt=\"\" width=\"630\" height=\"503\" srcset=\"https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-klein-2.jpg 630w, https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-klein-2-300x240.jpg 300w, https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-klein-2-15x12.jpg 15w\" sizes=\"auto, (max-width: 630px) 100vw, 630px\" \/><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix\">\n<div class=\"column full\" data-noedit=\"\">\n<div class=\"spacer height-60\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix mh-text-1\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"text-p\">\n<p class=\"size-46\"><strong>Der Vertrag von 1807<\/strong><\/p>\n<p class=\"size-24 \">Nur bringt derlei nicht viel Geld ein \u2013 und das ist denn auch die Schw\u00e4che des grossen Talents N\u00e4geli. Er ist st\u00e4ndig auf Geldsuche. So kann man sich vorstellen, dass N\u00e4geli bei jener musikalischen Gesellschaft mit Hug seine Mitmusiker wohl mit seinen Ideen fasziniert und dass der begeisterungsf\u00e4hige Hug seinerseits finanzielle Unterst\u00fctzung zusagt.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Und damit sind wir beim eigentlichen Anfang unserer Geschichte angelangt. So floss damals das Geld von Hug zu N\u00e4geli, aber es kam nicht zur\u00fcck, nicht einmal die Zinsen davon. Europa wurde von Kriegen und Krisen gesch\u00fcttelt, Hug selber geriet bald unter Druck; und als er sein Geld zur\u00fcckforderte, was N\u00e4geli nicht leisten konnte, musste eine andere L\u00f6sung her. Er habe nicht die Absicht, \u00abSie Ihres Etablissements zu berauben\u00bb, schrieb der Pfarrer an den Musiker, aber es werde eine etwa \u00ab3j\u00e4hrige Abtretung Ihrer Direction n\u00f6tig sein, ohne welche ich \u00fcber gewisse Sachen nie v\u00f6llig ruhig und sicher sein kann\u00bb.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">So sein Vorschlag. Aus den drei Jahren wurden schliesslich zehn. Am 10. November 1807 unterzeichneten N\u00e4geli und Hug sowie der ebenfalls beteiligte Bruder Caspar Hug und als weiterer Gl\u00e4ubiger Melchior Horner jenen \u00abTraktat\u00bb, der gleichsam die Gr\u00fcndungsurkunde der Firma Hug darstellt. F\u00fcr zehn Jahre \u00fcbernahmen Hug und Horner das Gesch\u00e4ft, sie f\u00fchrten es weiter unter dem Namen \u00abHans Georg N\u00e4geli &amp; Comp.\u00bb, dieser jedoch war nur noch f\u00fcr Verlagsfragen angestellt. Nach Ablauf der Frist stand es N\u00e4geli frei, seinen Laden zur\u00fcckzukaufen \u2013 oder ihn Hug zu \u00fcberlassen.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Der h\u00e4tte sich liebend gern dieser Aufgabe entledigt, zumal das Verh\u00e4ltnis auch weiterhin finanziell gespannt blieb, aber das Jahr 1817 r\u00fcckte heran, und N\u00e4geli wollte sein Gesch\u00e4ft keineswegs zur\u00fccknehmen, so dass Hug sich wohl oder \u00fcbel in dieses Schicksal schicken musste. Deshalb f\u00fchrten die \u00abGebr\u00fcder Hug\u00bb die Musikalienhandlung allein fort.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Jakob Christoph Hug w\u00e4re aber liebend gern wieder ins Pfarramt zur\u00fcckgekehrt. Tats\u00e4chlich folgte er 1828 einem Ruf nach Wetzikon, wo er denn auch bis zu seinem Tod 1855 bleiben sollte. F\u00fcr das Z\u00fcrcher Gesch\u00e4ft musste jedoch schnell ein Nachfolger gefunden werden, vor allem einer, der \u00fcber die unternehmerischen F\u00e4higkeiten verf\u00fcgte.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix\">\n<div class=\"column full\" data-noedit=\"\">\n<div class=\"spacer height-60\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix mh-text-1\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"text-p\">\n<p class=\"size-46\"><strong>Der Tuch- als Musikh\u00e4ndler<\/strong><\/p>\n<p class=\"size-24 \">Er fand sich schliesslich in seinem zweiten Sohn Jakob Christoph. Dieser, geboren 1801, hatte im Tuchhandel weit herum re\u00fcssiert. Er arbeitete zun\u00e4chst in Italien, betrieb nebenher auch den Zwischenhandel in Saiten und Instrumenten und schuf sich schliesslich in St. Petersburg eine solide Position. Und er nun sollte auf v\u00e4terlichen Wunsch die Musikalienhandlung \u00fcbernehmen. Ungern, aber dennoch: So \u00aberwarte ich Deine Befehle, um sofort nach Hauses zu kommen\u00bb. Schweren Herzens kehrte er in die Schweiz zur\u00fcck. Dieser Verzicht und diese Verpflichtung d\u00fcrften ausschlaggebend f\u00fcr die Zukunft des Unternehmens gewesen sein.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Noch nicht ganz zufrieden mit diesem Schicksal \u2013 die wirtschaftliche Situation schien ihm zu unsicher \u2013 baute er neben dem Z\u00fcrcher Gesch\u00e4ft allerdings zun\u00e4chst eine Papierfabrik im toggenburgischen Lichtensteig auf, die er durchaus zum Florieren brachte. Diese Doppelbelastung erwies sich aber auf Dauer als zu strapazi\u00f6s. Und so verkaufte Jakob Christoph Hug jun. auf Rat seiner zweiten Frau, der weitsichtigen Susanna Hug Wild, die rentable Fabrik, um das Musikgesch\u00e4ft neu zu beleben. 1845 kehrte das Paar mit dem gerade drei Jahre alten S\u00f6hnchen Emil nach Z\u00fcrich zur\u00fcck. Mit voller Kraft trieb Jakob Christoph Hug nun das Gesch\u00e4ft voran. 1846 schon zog man in ein neues Domizil im Haus \u00abZum Sunnezyt\u00bb an der Ecke Kuttelgasse \/ Rennweg um.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Die musikalischen Zeichen standen g\u00fcnstig: Dank Franz Abt, dem aus Sachsen stammenden Kapellmeister und Komponisten, aber bald auch weiteren Musikern, erhielt das Z\u00fcrcher Musikleben neue Impulse. Es begann regelrecht aufzubl\u00fchen. Etliche Ch\u00f6re waren entstanden, sie wurden wichtig bei der Bildung des neuen Bundesstaats Schweiz, dessen Ideale sie besangen und strukturell vorbereiten halfen. Der Verlag publizierte f\u00fcr sie Gesangsb\u00fccher. Das Aktientheater war eingeweiht worden. Dank der neuen Universit\u00e4t zog die Stadt auch Intellektuelle an, und so war es kein Zufall, dass 1849 der steckbrieflich gesuchte Richard Wagner auf der Flucht nach dem misslungenen Dresdner Putsch in Z\u00fcrich ein Zuhause fand. Bald schon dirigierte er in der Stadt, und er wird auch des \u00f6ftern bei Hug vorbeigekommen sein. Die Musik wurde zum Gespr\u00e4chsstoff. Was dem Gesch\u00e4ft zugute kam. Ja es lief so gut, dass man 1849 sogar eine erste Filiale im Zibeleg\u00e4ssli zu Bern er\u00f6ffnete, die aber ein Jahr darauf verkauft werden musste.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Der Firmeninhaber Jakob Christoph Hug jun. kr\u00e4nkelte \u2013 und tats\u00e4chlich starb er bereits 1852. Sein Sohn war erst zehn Jahre alt, und so \u00fcbernahm seine Frau Susanna den Laden, f\u00fchrte ihn selbstbewusst durch das folgende Jahrzehnt. Diese \u00abkluge und temperamentvolle Frau, die sich schon zu Lebzeiten ihres Gatten in den Gesch\u00e4ftsbetrieb eingelebt hatte und diesen nunmehr mit grosser Energie und Sachkenntnis weiterf\u00fchrte\u00bb, so erinnert sich noch 1909 die Neue Z\u00fcrcher Zeitung, erhielt einen Ehrenplatz in der Familienchronik.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix\">\n<div class=\"column full\" data-noedit=\"\">\n<div class=\"spacer height-60\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix mh-text-1\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"text-p\">\n<p class=\"size-46\"><strong>Die Bl\u00fctezeit: Emil Hug<\/strong><\/p>\n<p class=\"size-24 \">Bereits 1862 starb Susanna Hug Wild ermattet. Heinrich M\u00fcller, der als Lehrjunge einst bei Hug begonnen hatte, f\u00fchrte die Gesch\u00e4fte weiter, bis Sohn Emil sie \u00fcbernehmen konnte. Dieser absolvierte noch seine Lehrjahre in Leipzig und kehrte 1864 nach Z\u00fcrich zur\u00fcck. Was nun folgt, ist eine aussergew\u00f6hnliche Erfolgsstory, bei der Emil Hug gewiss vom aufbl\u00fchenden Musikleben profitierte. Er erwies sich aber auch als \u00e4usserst geschickter, weitblickender Gesch\u00e4ftsmann. Schon 1865 erwarb er zum Beispiel die Alleinvertretung f\u00fcr die Schweiz der Klavierbaufirma Steinway &amp; Sons. Er kn\u00fcpfte Kontakt zu Bechstein, Erard, Pleyel &amp; Wolff sowie Bl\u00fcthner. Und er begr\u00fcndete so eine Tradition, die noch heute im Hause sichtbar ist.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Im selben Jahr 1865 gr\u00fcndete er bereits die ersten Filialen, die bis heute bestehen blieben: Basel und St. Gallen. Die kleinen Agenturen und Depots, wie Hug sie zuvor in mehreren St\u00e4dten betrieb, gen\u00fcgten den Anspr\u00fcchen nicht mehr. Die Kunden wollten rascher bedient werden. Von Basel aus expandierte Hug bis ins Elsass, 1871 wurde in Strassburg eine Filiale errichtet. Sp\u00e4ter folgten Filialen etwa in Luzern, Lugano, Konstanz, Winterthur und Z\u00fcrich Aussersihl.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Am einflussreichsten aber erwies sich die Gr\u00fcndung einer Filiale in Leipzig, dem Zentrum des deutschen Buchdrucks und Buchhandels. Emil Hug konnte dabei sicher von seinen Lehrjahren profitieren. 1885 entstand diese Filiale, durch die sich der Hug-Verlag ein breites Renommee verschaffte. Er entwickelte sich in jener Zeit \u00fcber sein helvetisches Stammrepertoire hinaus, druckte zeitgen\u00f6ssische Musik bis hin zur Unterhaltungsliteratur, er wurde aber vor allem zum gr\u00f6ssten und wichtigsten Chorverlag des deutschsprachigen Raums. Dar\u00fcber hinaus war er mit seinem Grosssortiment f\u00fchrend und exportierte regelm\u00e4ssig bis nach S\u00fcdamerika.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">1872 verliess die Firma Hug den Rennweg und z\u00fcgelte \u00fcber den Fluss ans Sonnenquai (heute Limmatquai), wo sie sich zuerst im Haus zur Laterne (Limmatquai 26) niederliess. Infolge des immer st\u00e4rker aufkommenden Handels mit Klavieren, Harmoniums und weiteren Instrumenten, die viel Platz brauchten, sp\u00e4ter auch f\u00fcr die neuen Ger\u00e4te wie Phonographe und Reproduktionsklaviere, musste man expandieren.<\/p>\n<p class=\"size-24\">1887 kaufte Emil Hug nebenan auch das Haus zur M\u00fcnsterhalde (Grossm\u00fcnsterplatz 7), 1899 schliesslich auch die M\u00fcnsterburg (Limmatquai 28), eines der ersten Wohnhochh\u00e4user des damaligen Z\u00fcrich, in dem Musik Hug heute noch seinen Stammsitz hat.<\/p>\n<p class=\"size-24\">Emil Hug, \u00abPapa Hug\u00bb, wie man ihn respektvoll nannte, engagierte sich im Z\u00fcrcher und Schweizer Musikleben, geh\u00f6rte zu den einflussreichen Pers\u00f6nlichkeiten der Stadt, mischte in musikpolitischen Fragen mit und baute sein Gesch\u00e4ft weiter aus. 1907, bei der 100-Jahr-Feier, z\u00e4hlte die Firma mitsamt allen Filialen 161 Mitarbeiter. 3221 Klaviere und 990 Harmoniums standen in den L\u00e4den und Depots oder waren vermietet. Bei seinem Tod 1909 hinterliess Emil Hug ein bl\u00fchendes Gesch\u00e4ft. \u00abVivat, crescat, floreat\u00bb hiess der Wahlspruch, den er den nachfolgenden Generationen aus jener Zeit des Aufschwungs mitgab.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"row clearfix mh-bild-trio\">\n<div class=\"column full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-768\" src=\"http:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-gross-Desktop-1.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"393\" srcset=\"https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-gross-Desktop-1.jpg 1200w, https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-gross-Desktop-1-300x148.jpg 300w, https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-gross-Desktop-1-1024x503.jpg 1024w, https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-gross-Desktop-1-768x378.jpg 768w, https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-gross-Desktop-1-18x9.jpg 18w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix\">\n<div class=\"column full\" data-noedit=\"\">\n<div class=\"spacer height-60\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix mh-text-1\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"text-p\">\n<p class=\"size-46\"><strong>Durch schwierige Zeiten: Adolf Hug sen.<\/strong><\/p>\n<p class=\"size-24 \">Seine beiden S\u00f6hne hatte er schon fr\u00fch ins Gesch\u00e4ft einbezogen und sie 1893 zu seinen Teilhabern gemacht. Arnold, geboren 1866, engagierte sich leidenschaftlich im Gesch\u00e4ft, brachte neue Ideen ein, leitete einige Zeit die Leipziger Filiale, starb aber bereits 1905. Hans Langnese-Hug, der Schwiegersohn, trat in die Firma ein, so dass sie sich fortan \u00abHug &amp; Co.\u00bb nannte. Es war der zweite Sohn, Adolf Hug senior, geboren 1867, dem es oblag, die Firma durch die nun folgenden schweren Jahrzehnte zweier Weltkriege und mehrerer Wirtschaftskrisen zu f\u00fchren. Es gelang ihm, dem sozial eingestellten Patron, ohne Entlassungen.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Probleme ergaben sich allein dadurch, dass es st\u00e4ndig galt, auf die j\u00fcngsten technischen Entwicklungen zu reagieren. Ein Apparat l\u00f6ste den anderen ab. War zun\u00e4chst nach der Jahrhundertwende eine Vielfalt von Phonographen, Grammophonen, Reproduktionsklavieren und Spielautomaten auf dem Markt erschienen, so gerieten viele von ihnen ab 1925 sp\u00e4testens ausser Mode und mussten abgeschrieben werden. Stattdessen kamen neue Medien wie das Radio auf, das Hug selbstverst\u00e4ndlich von Beginn weg im Sortiment f\u00fchrte. 1924 und 1926 erhielt Hug etwa den Auftrag, die neuen Radiostudios in Z\u00fcrich und Basel technisch auszustatten und die Grammophone und Platten zu liefern.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Diese neuen Ger\u00e4te, aber auch die Fl\u00fcgel und Harmoniums, beanspruchten enorm viel Raum. So f\u00fchrte Hug lange eine Dependance im Geb\u00e4udekomplex von Wasserkirche und Helmhaus. 1930, als die Stadt diese R\u00e4ume wieder f\u00fcr sich beanspruchte, konnte Adolf Hug sen. schliesslich den Kramhof an der F\u00fcsslistrasse 4 erwerben, wo im darauffolgenden Jahr eine neue Filiale mit Klavier- und Orgelabteilung, HiFi-Ger\u00e4ten und Schallplatten eingeweiht wurde, ein Laden, der zeitweise auch Tonstudios, Klavierwerkst\u00e4tten und einen Konzertsaal beherbergte und der bis 1993 bestehen blieb.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix\">\n<div class=\"column full\" data-noedit=\"\">\n<div class=\"spacer height-60\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix mh-text-1\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"text-p\">\n<p class=\"size-46\"><strong>Hochkonjunktur: Adolf Hug jun.<\/strong><\/p>\n<p class=\"size-24 \">Kurz vor seinem Tod 1943 \u00fcbergab Adolf Hug sen. die Firma seinem Sohn Adolf und seinem Neffen Hanns Wolfensberger. Es war eine heikle Situation. Die Schweiz stand zwischen den Achsenm\u00e4chten. Die Leipziger Filiale brannte im Dezember 1943 im Bombardement der Royal Air Force v\u00f6llig aus \u2013 und f\u00fchrte danach bis zu ihrem Ende in den 50er Jahren nur noch ein Schattendasein. Die Weichen mussten neu gestellt werden. Dies gelang dem Verlagsleiter Wolfensberger etwa dadurch, dass er das Repertoire wieder entschieden redimensionierte. Er hatte auch sonst wesentlichen Anteil daran, dass die Firma nach dem Krieg erfolgreich in den Aufschwung startete.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Denn der 1904 geborene Adolf Hug jun. war unter den sechs Firmenleitern gleichsam der Musiker. Er hatte sich zwar ebenfalls von Grund auf in den Musikhandel eingearbeitet, aber auch in Leipzig bei Max Pauer sein Studium als Klavierp\u00e4dagoge abgeschlossen, und er war bereits in Konzerten aufgetreten, so gemeinsam mit dem Komponisten und Pianisten Kurt Herrmann (der sp\u00e4ter zu den wichtigsten Verlagsautoren von Hug geh\u00f6rt). \u00abZur Leitung des Musikhauses berufen, trennte er sich schweren Herzens von den geliebten Pl\u00e4nen und ging den Weg der Pflicht\u00bb, heisst es in der Jubil\u00e4umschronik von 1957.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Der Aufschwung brachte das Gesch\u00e4ft wieder zum Bl\u00fchen, es verlangte aber auch Investitionen. Das Sortiment erneuerte sich laufend. Ausserdem mussten endlich die notwendigen Erneuerungen angegangen werden. Die Filialen wurden umgebaut oder renoviert, 1958\/59 schliesslich auch die Stammh\u00e4user am Limmatquai, die Laterne und die M\u00fcnsterburg, zweimal in jenen Jahrzehnten auch der Kramhof.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Die Firmenstruktur ver\u00e4nderte sich: 1973 wurde die Firma von einer Personen- in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Diese Musik Hug AG umfasste daraufhin den Detailhandel mit allen Filialen. Hug &amp; Co. Z\u00fcrich besteht als Immobiliengesellschaft weiter, die als einziger Betriebszweig der Verlag angegliedert ist.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Im Lauf der Jahrzehnte hatte die Firma eine Musikinstrumentensammlung aufgebaut, die schliesslich in einem Museum zusammengef\u00fchrt wurde und lange in der Laterne zu besichtigen war. 1962 schenkte Adolf Hug jun. diese Sammlung der Stadt Z\u00fcrich, mit der Auflage, sie periodisch zug\u00e4nglich zu machen. Daf\u00fcr \u00fcberreichte ihm Stadtpr\u00e4sident Emil Landolt 1966 die Hans-Georg-N\u00e4geli-Medaille der Stadt: Nicht nur als Dank f\u00fcr die grossz\u00fcgige Schenkung, sondern auch f\u00fcr die Verdienste um das Z\u00fcrcher Musikleben.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix\">\n<div class=\"column full\" data-noedit=\"\">\n<div class=\"spacer height-60\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix mh-text-1\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"text-p\">\n<p class=\"size-46\"><strong>Gegenwart und Zukunft: Erika Hug<\/strong><\/p>\n<p class=\"size-24 \">Diese Ehrung bedeutete auch das Ende einer \u00c4ra. 1978 trat der kr\u00e4nkelnde Adolf Hug jun. von der Gesch\u00e4ftsleitung zur\u00fcck. Im August 1979 starb er in Z\u00fcrich. Seine Tochter Erika Hug, geboren 1945, die nun in die Gesch\u00e4ftleitung eintrat, war schon zuvor aufgefallen. Als ihr Vater 1973 erwog, die Firma zu verkaufen, beschloss sie, sich vehement daf\u00fcr einzusetzen, damit dies nicht notwendig werde. Im selben Jahr trat sie in den Verwaltungsrat ein. Ein Jahr darauf \u00fcbernahm sie die Werbeleitung f\u00fcr die Schweiz, 1979 auch die Verlagsgruppe. 1984 schon war sie Vorsitzende der Gesch\u00e4ftsleitung, 1986 auch des Verwaltungsrats.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Ihr fiel die Aufgabe zu, die Firma tiefgreifend und umfassend zu restrukturieren und grunds\u00e4tzliche strategische Entscheide zu f\u00e4llen, um sie in eine neue Zeit hin\u00fcberzuf\u00fchren. Neue Ladenkonzepte zum Beispiel f\u00fcr CDs wie die Station, die seit 1992 im Shopville des Z\u00fcrcher Hauptbahnhofs besteht, oder die Giga Music Company, die \u00fcber zehn Jahre hinweg an der Bahnhofstrasse erfolgreich war, wurden erprobt. Andererseits musste in Zeiten der Rezession auch redimensioniert werden.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Der Gesch\u00e4ftsumfang wurde gezielt ausgebaut, so 1984 durch die Gr\u00fcndung der Tochtergesellschaft Musica Nova AG, einer Import\/Engros-Firma mit der Aufgabe, Generalvertretungen im Bereich Musikinstrumente und Zubeh\u00f6r aufzubauen und Dritte zu beliefern. Mit der Musica Viva AG entstand 1988 eine weitere Tochterfirma, die das Grosssortiment im gesamten Schweizer Notenhandel \u00fcbernahm. In ihrem Ehemann Eckard Harke-Hug, einem gelernten Musikalienh\u00e4ndler und erfolgreichen Musikunternehmer aus Detmold (D), fand Erika Hug 1989 einen Partner, der das Metier in allen Bereichen von der Pike auf kennt und sich mit Leib und Seele f\u00fcr die Firma engagiert. Der gemeinsame Sohn Julian, gleichsam die siebente Hug-Generation, ist mit seinem Studium besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Es galt in den letzten Jahrzehnten aber auch, der Firma ein einheitliches Gepr\u00e4ge zu verleihen: Ein Corporate-Identity-Konzept wurde Anfang der 80er-Jahre f\u00fcr die gesamte Firma in allen Filialen umgesetzt. Ausserdem wurde weiterhin renoviert. Am auff\u00e4lligsten zeigt sich das im vollst\u00e4ndigen Umbau des Stammhauses (Limmatquai 28 und 30 sowie Grossm\u00fcnsterplatz 7). Diese Umbauphase erhielt mit einem grossen aussergew\u00f6hnlichen Bauwandbild ihr spektakul\u00e4res \u00e4usseres Signet. So entstand 1993 im Stammhaus schliesslich das \u00abgr\u00f6sste Fachgesch\u00e4ft der Musikbranche in Europa\u00bb mit \u00fcber 1,7 Millionen Artikeln auf dreitausend Quadratmetern: allein rund 40\u2019000 CD sowie Werkst\u00e4tten f\u00fcr die Saiten- und Blasinstrumente. 2003 wurde hier die Steinway Gallery er\u00f6ffnet, 2006 eine eigene Harfenabteilung.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Von 39 Millionen im Jahr 1979 konnte der Gesamtumsatz kontinuierlich gesteigert werden. Anteil daran hatte schliesslich, dass seit 2003 auch Jecklin, die Nummer 2 im Schweizer Instrumentenmarkt, zur Gruppe Musik Hug geh\u00f6rt. Dadurch kamen drei neue Gesch\u00e4fte in Z\u00fcrich sowie L\u00e4den in Bern, Baden und im Glattzentrum hinzu, die der Kundschaft schon bestens bekannt waren.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Ein wesentliches Zeichen f\u00fcr die Zukunft setzte Erika Hug, als sie zum 175-Jahr-Jubil\u00e4um der Firma die Stiftung \u00abKind und Musik\u00bb ins Leben rief, die im Bereich musikalischer Erziehung seither neue Akzente setzt. 1993 entstand beim Stammhaus schliesslich auch der erste Kinder-Musikladen weltweit, in dem ein auf Kinder spezialisiertes Angebot bereitsteht und Kinder auf spielerische Art und Weise an die verschiedenen Musikinstrumente herangef\u00fchrt werden.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix\">\n<div class=\"column full\" data-noedit=\"\">\n<div class=\"spacer height-60\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix mh-bild-trio\">\n<div class=\"column\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-769\" src=\"http:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-gross-Desktop-2_1.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"393\" srcset=\"https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-gross-Desktop-2_1.jpg 1200w, https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-gross-Desktop-2_1-300x148.jpg 300w, https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-gross-Desktop-2_1-1024x503.jpg 1024w, https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-gross-Desktop-2_1-768x378.jpg 768w, https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-gross-Desktop-2_1-18x9.jpg 18w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/div>\n<div class=\"image-duo-wrapper\">\n<div class=\"image-duo\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-772\" src=\"http:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-klein-3.jpg\" alt=\"\" width=\"630\" height=\"503\" srcset=\"https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-klein-3.jpg 630w, https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-klein-3-300x240.jpg 300w, https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-klein-3-15x12.jpg 15w\" sizes=\"auto, (max-width: 630px) 100vw, 630px\" \/><\/div>\n<div class=\"image-duo \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-773\" src=\"http:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-klein-4.jpg\" alt=\"\" width=\"630\" height=\"503\" srcset=\"https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-klein-4.jpg 630w, https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-klein-4-300x240.jpg 300w, https:\/\/che.camegone.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2025\/09\/Geschichte-Galerie-klein-4-15x12.jpg 15w\" sizes=\"auto, (max-width: 630px) 100vw, 630px\" \/><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix\">\n<div class=\"column full\" data-noedit=\"\">\n<div class=\"spacer height-60\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix mh-text-1\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"text-p\">\n<p class=\"size-46\"><strong>Musikalienhandlung und Leihbibliothek<\/strong><\/p>\n<p class=\"size-24 \">Mit dem Musikalienhandel hatte N\u00e4geli 1791 seine T\u00e4tigkeit begonnen, und \u00fcber l\u00e4ngere Zeit blieb diese T\u00e4tigkeit neben dem Verlag zentral. Weil Noten noch rar und vergleichsweise teuer waren, bot man sie leihweise im Abonnement an. Was uns heute etwas seltsam vorkommen mag, war durchaus rentabel, wenn auch auf die Dauer nicht lukrativ. F\u00fcr N\u00e4geli freilich warf das zun\u00e4chst einige tausend Gulden Z\u00fcrcher Valuta ab, denn sein Unternehmen war konkurrenzlos bis nach S\u00fcddeutschland hinein.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">So bildete das Leihwesen auch unter Pfarrer Hug und seinen Nachfolgern einen wichtigen Bestandteil des Gesch\u00e4fts. Es wurde \u00fcber die Agenten vor Ort abgewickelt. Man konnte die Noten auch erwerben. Mit der Zeit aber verlor dieser T\u00e4tigkeitsbereich an Bedeutung. Man behielt diese Abonnemente zwar bis weit ins 20. Jahrhundert bei, weil man den Dienst am Kunden h\u00f6her einsch\u00e4tzte. 1945 jedoch verschwand die Leihbibliothek.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Der Notenhandel aber hat seinen Platz stets behaupten k\u00f6nnen. Und die Firma Hug erwarb sich gerade hier einen hervorragenden Ruf. Die Masse dessen, was einst \u00abzu beziehen durch Gebr. Hug &amp; Co.\u00bb war, ist von heute aus gesehen geradezu erdr\u00fcckend. In der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts gab die Firma f\u00fcr die einzelnen Instrumente und Instrumentengruppen verschiedene \u00abF\u00fchrer durch die Musikliteratur mit Angabe der Schwierigkeit\u00bb heraus. Jener f\u00fcr Harfe umfasste 31 Seiten, jener f\u00fcr Mandoline, Mandorla etc. 160 Seiten, jener f\u00fcrs Klavier war ein eigentliches Buch.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Die Noten gingen bis nach S\u00fcdamerika. \u00abUnser eigenes Leipziger Haus sorgt durch t\u00e4gliche Versendung f\u00fcr schnellste Beschaffung nicht vorr\u00e4tiger, auf feste Rechnung verlangte Musikalien\u00bb, hiess es 1903. Diese riesige Auswahl hat immer wieder ber\u00fchmte Musiker ans Limmatquai gelockt, wenn sie in Z\u00fcrich weilten. Der Laden galt manchem als letzte Rettung, wenn etwas sonst unauffindbar blieb.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Gewiss hat sich das Sortiment etwas verkleinert, aber die Menge ist immer noch riesig, und sie erfordert die Fachkenntnisse erfahrener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Noten werden seit 1985 in Selbstwahl postiert, senkrecht nebeneinander stehend \u2013 eine Idee, die Erika Hug aus Japan mitbrachte. Heute ist auch der Computer stark an diesem Handel beteiligt. \u00dcber die Homepage von Musik Hug sind \u00fcber 300\u2019000 Titel, darunter \u00fcber 90\u2019000 Lagerartikel erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix\">\n<div class=\"column full\" data-noedit=\"\">\n<div class=\"spacer height-60\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix mh-text-1\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"text-p\">\n<p class=\"size-46\"><strong>Der Verlag<\/strong><\/p>\n<p class=\"size-24 \">W\u00e4re N\u00e4geli beim Notenverkauf geblieben, so w\u00e4re er kaum in finanzielle N\u00f6te geraten, aber sein Ehrgeiz dr\u00e4ngte ihn zum Verlegen, was zun\u00e4chst unrentabel bleiben musste. Zum Gl\u00fcck allerdings hat er sich davon nicht abhalten lassen, denn seinem 1794 gegr\u00fcndeten Verlag kommt allergr\u00f6sste Bedeutung zu, nicht nur wegen der Pioniertaten f\u00fcr die Musik Bachs, sondern auch in Hinblick auf das einheimische Musikschaffen. In den \u00fcber 12\u2019800 Verlagsausgaben der 213 Jahre w\u00e4hrenden Geschichte spiegelt sich der Wandel des Musiklebens. Der Hug Verlag hat so die Schweizer Musikgeschichte begleitet \u2013 und wurde selber ein Teil davon. Er erhielt dadurch \u00fcbrigens auch internationales Ansehen. Durch die Auslandfilialen, vor allem jene in Leipzig, die ein riesiges Sortiment f\u00fchrte, wurde das Schweizer Musikschaffen exportiert.&nbsp;<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Dies gilt zun\u00e4chst f\u00fcr den Chorgesang, auf dem der Hug Verlag eine \u00fcber die Grenzen hinaus reichende Bedeutung erlangte. Hier erschienen erste Sammlungen mit Liedern und Chorges\u00e4ngen, bald auch die offiziellen Liederb\u00fccher des 1842 gegr\u00fcndeten Eidgen\u00f6ssischen S\u00e4ngervereins. Das Repertoire war breit und verbreitet. Einige Lieder wurden zu regelrechten Hits. Wilhelm Baumgartners Lied Noch sind die Tage der Rosen von 1857 erreichte allein in der einstimmigen Ausgabe bis 1907 eine Auflage von \u00fcber 90\u2019000 Exemplaren.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Erweitert wurde dieses Sortiment, das in \u00fcber 12\u2019700 Titeln immer noch im Verlag am Limmatquai vorhanden ist, durch Volks- und Kinderlieder, dies bereits um 1900 etwa mit Sang und Klang aus Appenzell von 1898, der Singstubete von 1915 oder den Canti popolari ticinesi von 1917. Mit der in den 20er Jahren einsetzenden Jugendmusik- und Singbewegung wurde diese Tendenz zum Musizieren und Singen verst\u00e4rkt. Der Hug Verlag hat sich hier von Anfang an beteiligt. Bis heute bilden solche Liederb\u00fccher einen wichtigen Bestandteil der Verlagsarbeit. Folgerichtig wurden auch Popsongs oder Chansons wie jene von Mani Matter f\u00fcr Chor gesetzt. Hinzu kommen die Kinderliederb\u00fccher, deren ber\u00fchmtestes Ch\u00f6med Chinde mir w\u00e4nd singe, einst von der Firma Maggi \u00fcbernommen, an einsamer Spitze steht.&nbsp;<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Der Hug Verlag trat aber auch immer f\u00fcr das aktuelle Schweizer Schaffen ein. Komponisten wie Hermann Suter haben dem Verlag fast ihr gesamtes Oeuvre anvertraut. Bekannte St\u00fccke sind hier erschienen, wie Hans Hubers Sinfonien oder Willy Burkhards Oratorium Das Gesicht Jesajas. Von Beginn weg unterst\u00fctzte Hug auch Othmar Schoeck, den bedeutendsten Deutschschweizer Komponisten in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts. 1907 bereits k\u00fcndigt er die Lieder des gerade erst 21J\u00e4hrigen prominent an.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">1905 hatte Emil Hug durch eine Geldspende zusammen mit dem Schweizerischen Tonk\u00fcnstlerverein die sogenannte Schweizerische National-Ausgabe ins Leben gerufen, in der bis 1935 wichtige St\u00fccke erschienen. 1974 erlebte dieses M\u00e4zenatentum eine Neuauflage, als Adolf Hug jun. zu seinem 70. Geburtstag einen Spezialfonds zur F\u00f6rderung des helvetischen Musikschaffens errichtete. In der damit er\u00f6ffneten Editionsreihe Schweizer Musik des 20. Jahrhunderts erschienen seither mehr als hundert Werke, etwa von bedeutenden Komponisten wie Robert Blum, Erich Schmid, Jacques Wildberger, Rudolf Kelterborn, Hans Ulrich Lehmann, Heinz Marti, Eric Gaudibert, Hans W\u00fcthrich, Rolf Urs Ringger, Roland Moser und Edu Haubensak.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Durch die \u00dcbernahme der Foetisch Fr\u00e8res SA gelangten 1976 \u00fcbrigens bedeutende Westschweizer Werke zum Hug Verlag, so die Oratorien Le Roi David und Nicolas de Fl\u00fce von Arthur Honegger.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Schliesslich begleitete der Verlag das einheimische Musikschaffen auch dadurch, dass er \u2013 zuweilen unter betr\u00e4chtlichen finanziellen Opfern \u2013 die Zeitschriften der Musikverb\u00e4nde herausgab. So ab 1876 das gerade f\u00fcnfzehn Jahre junge Eidgen\u00f6ssische S\u00e4ngerblatt, das bald darauf in Schweizerische Musikzeitung und S\u00e4ngerblatt umbenannt wurde und das ab 1937 in zwei Zeitschriften aufgespalten wurde. Bis 1977 gab Hug das S\u00e4ngerblatt heraus, bis 1982 die Schweizerische Musikzeitung.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Von jeher ein zentrales Wirkungsfeld war jedoch die Musikp\u00e4dagogik, was sich infolge der von N\u00e4geli und Hug propagierten Pestalozzischen Ideen fast zwangsl\u00e4ufig ergab. Zahlreich sind die bedeutenden Instrumentalschulen, die beim Hug Verlag erschienen sind. Erw\u00e4hnt seien hier nur die Violinschule von Ferdinand K\u00fcchler (1911), die Anleitung f\u00fcr Gitarre und Ukulele von Hugo Fr\u00f6hlin, die Schule f\u00fcr Panfl\u00f6te des popul\u00e4ren Simon Stanciu oder auch die New Vibraphone Method, die Jazz-Gigant Lionel Hampton 1981 zusammen mit Jean-Claude Forestier herausgab.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Durch die Verlagsnummer 10\u2019000 f\u00fcr sein Spiel mit T\u00f6nen wurde 1955 der Komponist Kurt Herrmann geehrt, von dem schon zuvor mehrere Werke im Hug Verlag erschienen waren. Das Engagement von Rudolf Schoch, der bei Hug 1933 seinen Kleinen Lehrgang f\u00fcr das Blockfl\u00f6tenspiel herausgab, hatte gar musikpolitische Konsequenzen, denn bereits 1947 wurde der obligatorische Blockfl\u00f6tenunterricht in den Z\u00fcrcher Primarschulen eingef\u00fchrt, wodurch jedes Kind mit Musik in Ber\u00fchrung kam.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Aber auch solche Standardwerke werden erg\u00e4nzt oder gar \u00fcberholt, und so wurden in der Musikp\u00e4dagogik immer wieder neue Ans\u00e4tze gesucht. Der Hug Verlag trug dem Rechnung, indem er sein Angebot ausbaute. So \u00fcbernahm er 1979 den Z\u00fcrcher Musikverlag zum Pelikan mitsamt dem dazu geh\u00f6renden Plattenlabel Pelca, und er erwarb j\u00fcngst vierzig musikp\u00e4dagogische Titel des Pan-Verlags. Besonders wichtig wurde in diesem Zusammenhang die Edition Conbrio, deren Verlagsprogramm 1999 teilweise zu den Hug Verlagen kam. Diese Edition hatte durch frische musikp\u00e4dagogische Ideen auf sich aufmerksam gemacht und passte deshalb sehr gut ins hauseigene Programm. Die Musik wird hier auf ansprechende Weise erz\u00e4hlt, der Zugang ist spielerisch, aber deshalb nicht minder anspruchsvoll, neue Methoden werden erprobt, wie Kinder an die Musik herangef\u00fchrt werden sollen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix\">\n<div class=\"column full\" data-noedit=\"\">\n<div class=\"spacer height-60\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix mh-text-1\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"text-p \">\n<p class=\"size-46\"><strong>Der Handel mit Musikinstrumenten<\/strong><\/p>\n<p class=\"size-24 \">\u00abEcht italienische Gitarren\u00bb, \u00abAlpenl\u00e4ndische Zithern aus Tirol\u00bb, \u00abViolinen aus Mirecourt und Paris f\u00fcr K\u00fcnstler und bessere Dilettanten\u00bb sowie \u00abPianos in Tafel- und Fl\u00fcgelform, f\u00fcr die wir gradestehen\u00bb. Schon fr\u00fch bot die Firma Musikinstrumente an, Pfarrer Hug bereits pflegte den Handel damit, wenn auch noch in bescheidenem Rahmen. Aber die Gebr\u00fcder Hug reparierten auch schon, wenn jemand ihnen eine Geige vorbeibrachte.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Erst Ende der 1850er-Jahre aber setzte st\u00e4rkere Nachfrage ein. Und es war vor allem Emil Hug, der diesen Bereich liebte und f\u00f6rderte. So kn\u00fcpfte er bereits 1865 die Beziehung zu Steinway &amp; Sons, die bis heute besteht. Musik Hug kann denn auch mit dem Spruch werben: \u00abWir haben mit Steinway so lange Erfahrung wie Steinway &amp; Sons\u00bb. Musik Hug er\u00f6ffnete in seiner Lausanner Filiale 1999 die erste Steinway Hall der Schweiz (und die erst f\u00fcnfte weltweit). 2003 folgte eine Steinway Gallery im Z\u00fcrcher Stammhaus.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Der Handel mit Klavieren und Fl\u00fcgeln nimmt denn bei Musik Hug auch einen zentralen und sehr stabilen Platz ein. Die T\u00e4tigkeit ist hier \u00e4usserst vielf\u00e4ltig, sie reicht vom Verkauf und der Vermietung von Instrumenten bis zur Renovation. So wurde etwa der 1858 gebaute Erard-Fl\u00fcgel aus dem Richard-Wagner-Museum in Tribschen in den Musik-Hug-Piano-Werkst\u00e4tten einer kompletten Restaurierung unterzogen, ebenso jenes Instrument, das Sergej Rachmaninow in seiner Villa in Hertenstein bei Weggis benutzte. Ausserdem sind die Klavierstimmer von Musik Hug in den Konzerts\u00e4len der Schweiz t\u00e4tig, und sie haben da schon manches Instrument bzw. den Pianisten und sein Konzert buchst\u00e4blich in letzter Minute gerettet.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">\u00c4hnliches k\u00f6nnten die Werkst\u00e4tten f\u00fcr Saiteninstrumente berichten. Sie beheben kleine und grosse Krankheiten und Unfallfolgen. Manchmal kommt es auch hier zu Notf\u00e4llen, wenn ein Bogen noch am Nachmittag vor dem Tonhallekonzert neu behaart werden muss. Spektakul\u00e4r ist in dieser Abteilung der Umgang mit den alten Violinen. Mit Meisterinstrumenten umzugehen, verlangt viel technische und historische Kenntnis und Intuition. Eine sch\u00f6ne Stradivari ist selten und teuer, teurer als der gr\u00f6sste Konzertfl\u00fcgel.<\/p>\n<p class=\"size-24\">So betreute Musik Hug etwa bis zum Verkauf jene \u00abGuarneri del Ges\u00f9\u00bb aus Cremona 1742, die Yehudi Menuhin geh\u00f6rte und seine Lieblingsgeige war. 1999 wechselte sie f\u00fcr den h\u00f6chsten Preis, der je f\u00fcr eine Meistergeige bezahlt wurde, den Besitzer.<\/p>\n<p class=\"size-24\">Fr\u00fcher als mit Saiteninstrumenten handelte Musik Hug mit Blasinstrumenten, dies vor allem dank der Basler Filiale, die 1875 selber mit der Fabrikation begann. Man stand dort in engem Kontakt mit den Trommlern, Pfeifern und Guggenmusiken und beh\u00e4lt auch heute noch das Gesch\u00e4ft \u00fcber die Fasnachtstage offen, um bereitzustehen, wenn eine Klappe beim Morgestraich nicht funktionieren will. Auch in diesem Bereich haben sich die Werkst\u00e4tten von Musik Hug einen hervorragenden Ruf erworben.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">In allen Bereichen hat sich das Angebot in den letzten Jahren st\u00e4ndig erweitert. Einerseits durch die neuen Unterhaltungsmusiken, andererseits durch die elektronischen Instrumente. Schon 1947 erhielt Hug die Generalvertretung f\u00fcr die Hammond-Orgeln in der Schweiz.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix\">\n<div class=\"column full\" data-noedit=\"\">\n<div class=\"spacer height-60\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix mh-text-1\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"text-p\">\n<p class=\"size-46\"><strong>Neue Medien<\/strong><\/p>\n<p class=\"size-24 \">Schon kurz nach 1900 wurden Phonographen und Grammophone angeboten, aber auch die zahlreichen Reproduktionsklaviere, deren Vielfalt uns heute kurios vorkommen mag. Das Piano-Orchestrion \u00abMusica\u00bb oder das Mandolinen-Piano-Orchestrion \u00abGeisha\u00bb: Sie standen in Restaurants und Hotelhallen und belebten die R\u00e4ume mit automatischer Musik.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Das Grammophon setzte sich gegen 1930 endg\u00fcltig durch \u2013 hatte allerdings mit dem Radio neue Konkurrenz erhalten. Auch die neuen Rundfunkempf\u00e4nger wurden \u2013 ebenso wie sp\u00e4ter die Fernseher \u2013 sofort ins Sortiment aufgenommen. Die Technik entwickelte sich rasant.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Flexibel reagierte die Firma auch, als Anfang der 80er Jahre die Compact Disc den Markt zu erobern begann. Die neuen Tontr\u00e4ger wurden wegen ihrer angeblichen klanglichen Sterilit\u00e4t in der Branche regelrecht schlechtgemacht. Musik Hug wurde durch den Erfolg beim Publikum best\u00e4tigt.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Derweil hat die Digitalisierung der Musikwelt zahlreiche Neuerungen gebracht: Vom hochaufl\u00f6senden Piano-Selbstspielsystem SPIRIO von Steinway &amp; Sons \u00fcber MIDI-Controller und Synthesizer bekannter Hersteller bis hin zum ROLI-Seaboard \u2013 einem MIDI-Keyboard mit faszinierenden Funktionen und Modulationsm\u00f6glichkeiten. Musik Hug bringt sinnvolle Neuerungen und Innovationen in die Musikwelt, ohne den unsch\u00e4tzbaren Wert klassischer Musikinstrumente zu verkennen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix\">\n<div class=\"column full\" data-noedit=\"\">\n<div class=\"spacer height-60\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix mh-text-1\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"text-p\">\n<p class=\"size-46\"><strong>Musik Hug und Musikpunkt<\/strong><\/p>\n<p class=\"size-24\">Der Schweizer Detailhandel befindet sich im Wandel. Gefragt sind neuartige Wege und innovative L\u00f6sungen, um unseren Kundinnen und Kunden auch weiterhin ein \u00fcberzeugendes und einzigartiges Musik-Erlebnis bieten k\u00f6nnen. Die Gruppe Musik Hug hat mit einer neuen Strategie und einschneidenden Massnahmen auf diese neuen Rahmenbedingungen reagiert. Im Zuge dieser Neuausrichtung wurde angestrebt, die Gesch\u00e4fte vollst\u00e4ndig in j\u00fcngere H\u00e4nde zu legen.<\/p>\n<p class=\"size-24\">Dieses Vorhaben ist vortrefflich gelungen: Die Gruppe Musik Hug ging im Oktober 2017 in den Besitz des Luzerner Familienunternehmens Musikpunkt AG \u00fcber. Die neue Eigent\u00fcmerschaft verf\u00fcgt \u00fcber die n\u00f6tige Erfahrung, um die beiden etablierten Marken gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft zu f\u00fchren. Durch die \u00c4nderung entsteht das neue f\u00fchrende Musikhaus der Schweiz mit rund 200 Mitarbeitenden, elf Standorten und einem attraktiven und stetig wachsenden Onlineangebot. Der Name Musik Hug bleibt auch mit den neuen Eigentumsverh\u00e4ltnissen bestehen.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Einer erfolgreichen, gemeinsamen Zukunft mit Musikpunkt steht nichts mehr im Weg \u2013 wir freuen uns sehr darauf.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix\">\n<div class=\"column full\" data-noedit=\"\">\n<div class=\"spacer height-60\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"row clearfix mh-text-1\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"text-p\">\n<p class=\"size-46\"><strong>Die Filialen<\/strong><\/p>\n<p class=\"size-24 \">In der Mitte des 19. Jahrhunderts besch\u00e4ftigten die Gebr\u00fcder Hug Agenten in verschiedenen St\u00e4dten, die die Kundschaft mit Musikalien und Instrumenten versorgten und die Pakete der Leihabonnenten abgaben und in Empfang nahmen. In Luzern war dieses Depot zum Beispiel um 1870 beim Ehepaar Auer untergebracht, das ein Atelier \u00abf\u00fcr neueste Pariser Corsets\u00bb unterhielt. Man mag sich also vorstellen, dass sich vielleicht eine Dame nach dem Anprobieren mit Salonmusik eindeckte oder beim Abholen des Abonnementspakets ein Korsett bestellte.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Ein solches System erwies sich aber auf Dauer als zu ineffizient und kompliziert, und so wurden diese Agenturen nach und nach in regelrechte Filialen ausgebaut. Die erste entstand 1865 in Basel an der Freiestrasse 70. Sie bediente die musikliebende Basler Kundschaft, erlangte aber auch Bedeutung als Tor zur Romandie und zum Elsass. Bekannt wurde die Abteilung f\u00fcr historische Tasteninstrumente, die auch mit der 1933 von Paul Sacher gegr\u00fcndeten Schola Cantorum Basiliensis in engem Kontakt stand. 2001 wurde das Basler Pianohaus Eckenstein AG von Musik Hug \u00fcbernommen.&nbsp;<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Seit 1865 existierte die Filiale in St. Gallen, wo sich zuvor schon die \u00e4lteste Hug\u2019sche Agentur befand. Von hier erreichte der Handel mit Musikalien und Instrumenten die Ostschweiz und auch S\u00fcddeutschland. Das Haus an der Ecke Marktgasse\/Spitalgasse, das 1907 bezogen wurde, wurde 1983\/84 grundlegend umgebaut, wobei nur die Fassaden bestehen blieben. Einerseits entstand das damals modernste Musikhaus der Schweiz, andererseits blieb die wertvolle Bausubstanz im Altstadtbild erhalten. Es war der erste Umbau, der nach dem neuen, von Erika Hug entwickelten Ladenkonzept vorgenommen wurde. Auf vier Etagen bot Musik Hug St. Gallen ein riesiges Sortiment.<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Im Jahre 1874 er\u00f6ffnete Musik Hug die Filiale in Luzern. Das Gesch\u00e4ft expandierte zusehends, zumal ab 1938, als die Internationalen Musikfestwochen Luzern gegr\u00fcndet wurden, diese eine Schar prominenter Musiker an den Vierwaldst\u00e4ttersee lockten. Pers\u00f6nlichkeiten wie Wilhelm Furtw\u00e4ngler, Beniamino Gigli oder Edwin Fischer kamen so in den Laden. Die Filiale hatte seit 1971 an zentraler Stelle am Kapellplatz 5 ihren Sitz.&nbsp;<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Von Luzern aus expandierten die Gebr. Hug 1887 auch nach Lugano, wo ein eigentliches Musikleben entstanden war. Das Gesch\u00e4ft florierte vor allem unter der einheimischen \u00abFamiliendynastie\u00bb von Mario und Alberto Vicari. 1984 wurde sie verkauft.&nbsp;<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Auch den Schritt ins Ausland wagte die Firma \u2013 insbesondere unter Emil Hugs \u00c4gide. So entstanden Filialen in Strassburg, Konstanz, L\u00f6rrach und Feldkirch, vor allem aber \u2013 weitaus am folgen- und erfolgreichsten \u2013 in Leipzig. Etliche dieser Auslandfilialen wurden schon in der Wirtschaftskrise geschlossen. Mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Brand von Leipzig endete dieses Kapitel der Firmengeschichte.&nbsp;<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Zahlreiche weitere Filialen sind inzwischen noch entstanden und teilweise wieder verschwunden. Es zeugt von der Dynamik und Vitalit\u00e4t eines Unternehmens, dass Versuche gestartet werden, die je nachdem erfolgreich sind oder nicht. In Z\u00fcrich-Aussersihl, Winterthur und Solothurn war Musik Hug sehr lange vertreten. Einstige Filialen in der Romandie werden heute als Piano-Ateliers gef\u00fchrt. In Lausanne, dessen Laden man 1976 mit der Foetisch Fr\u00e8res SA \u00fcbernahm, steht ebenfalls das Klaviergesch\u00e4ft im Zentrum \u2013 die grosse Steinway Piano Gallery Lausanne. In Genf etablierte sich Musik Hug, als man 2000 das renommierte Klaviergesch\u00e4ft Kneifel SA \u00fcbernahm.&nbsp;<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Heutiges Filialnetz&nbsp;<\/p>\n<p class=\"size-24 \">Musik Hug betreibt Musikgesch\u00e4fte, Piano-Galleries und Werkst\u00e4tten an verschiedenen Standorten der Schweiz. Der Stammsitz des Unternehmens befindet sich am Limmatquai in Z\u00fcrich. Weitere Verkaufsstandorte befinden sich in Allschwil (BS), Kriens(LU), Hochdorf(LU), B\u00fclach(ZH). Zudem betreibt Musik Hug die exklusiven Steinway Piano Galleries in Z\u00fcrich, Bern, Lausanne und Genf. Weiter betreibt Musik Hug \u00fcber hauseigene Klavierwerkst\u00e4tten in Z\u00fcrich, B\u00fclach (ZH), Allschwil (BS), Bern, Kriens (LU), Ecublens (VD), Neuch\u00e2tel (NE) und Genf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":758,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"ngg_post_thumbnail":0},"class_list":["post-767","shops","type-shops","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","sections-musical-instruments"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/che.camegone.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/shops\/767","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/che.camegone.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/shops"}],"about":[{"href":"https:\/\/che.camegone.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/shops"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/che.camegone.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/che.camegone.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/758"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/che.camegone.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=767"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}